Bürgerverein Bürger gegen Fluglärm e.V. - Aktionsgruppe Ratingen-Hösel

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Informationen für die Anwohner von Ratingen-Hösel und Umgebung

Wer sind wir? Was wollen wir?

Die Ratinger Aktionsgruppe der BÜRGER GEGEN FLUGLÄRM hat sich im Jahr 2004 gegründet und dem 3.000 Mitglieder zählenden, eingetr. Verein Bürger gegen Fluglärm e.V. mit Hauptsitz in Meerbusch angeschlossen. BgF ist Mitglied der Bundesvereinigung gg. Fluglärm und kooperiert mit allen Vereinen rund um den Flughafen Düsseldorf. Neu ist, dass erstmals ein alle Orte übergreifender Verein das „Kirchturmdenken“ zugunsten eines konze-rtierten Vorgehens gegen den Lärm- und Abgasverursacher Flughafen DUS abgeschafft hat.

Bürger aus Hösel, Lintorf und Breitscheid haben den Kampf gegen die immer weiter ausufernden Fluglärmbelastungen aufgenommen und versuchen in Zusammenarbeit mit der Stadt Ratingen und den befreundeten Vereinen „Bürgerverein Tiefenbroich“ und „IG Waldgemeinde gg. Fluglärm“ folgende Ziele zu erreichen:

  1. Die BÜRGER GEGEN FLUGLÄRM sind nicht, wie vom Flughafen aus durchsichtigen  Motiven heraus immer wieder behauptet, gegen den Flughafen an sich. Sie erkennen seine  Bedeutung für die NRW-Wirtschaft und als Arbeitgeber ausdrücklich an. Dennoch oder besser gerade deshalb ist dieses private Wirtschaftsunternehmen aber verpflichtet, geltende Gesetze, Betriebsgenehmigungen und abgeschlossene Verträge einzuhalten.
  2. Die Nachtflugbeschränkungen, die nur „ausnahmsweise“ Starts nach 22:00 und Landungen zwischen 23:00 und 6:00 Uhr erlauben, sind strikt einzuhalten. Sonderregeln für einige Airlines müssen wg. fortgesetztem Missbrauch sofort abgeschafft werden.
  3. Der Flughafen muss anerkennen, dass der von ihm freiwillig abgschlossene Angerlandvergleich eine für jeden Bürger „drittschützende“ Wirkung entfaltet. Der Vertrag ist lt. Urteil des OVG Münster gültig und darf nicht einseitig gekündigt werden.
  4. Für die neue Betriebsgenehmigung sind unabhängige Gutachter hinzuzuziehen.
  5. Schallschutzerstattungszonen sind ebenfalls durch neutrale Gutachter zu berechnen, die Bearbeitung der Anträge darf nicht allein dem Lärmverursacher überlassen werden. In der sog. „Tagschutzzone“ sind ALLE Gebäude, auch die nach 1974 errichteten, mit Schallschutz zu versehen. Die Nachtschutzzonen müssen deutlich erweitert werden.
  6. Der Stadtflughafen Düsseldorf mag seine Vorteile (stadtnah) nutzen, muss aber zugleich seine naturgegebenen Grenzen akzeptieren. Wir brauchen weder 30 Jahre alte Frachtjumbos noch den letzten in Köln/Bonn abgeworbenen Billigflieger, sondern wir fordern eine Abstimmung mit Köln/Bonn (Vermeidung vieler Doppelflüge) und eine Kooperation mit dem Flughafen Niederrhein/Weeze.

Wenn Sie diese Ziele unterstützen können und wollen, so melden Sie sich bitte bei:

Dr. Karlfried Hans in Hösel:     02102-68861
Hr. T. Hufelschulte in Lintorf (Waldseesiedlung) : 02102-185274
Hr. Wolfgang Suess (Lintorf/Waldseesiedlung) : 02102-18191

oder schicken uns eine mail an: info@buergergegenfluglaerm.de.

Wir können jede Form der Unterstützung gebrauchen:
- Mitgliedschaft, auch der ganzen Familie für einen Beitrag von 20,- € pro Jahr
- steuerlich abzugsfähige Spenden auf Konto 100 80 85 bei der Commerzbank BLZ 32040024 (IBAN: DE81 3204 0024 0100 8085 00 und BIC: COBADEFFXXX)
- Mithilfe in jeder Form, z.B. Beschwerden, Prospektverteilung, Recherche usw.

Aktuelle Informationen:

Pressemitteilung BÜRGER GEGEN FLUGLÄRM Ratingen

Zigtausende Ratinger um Schutz vor Fluglärm betrogen?

Die Bürger gegen Fluglärm e.V. führen einen Musterprozess mit 33 Privatklägern gegen die neue Betriebsgenehmigung des Düsseldorfer Flughafens, die noch mehr nächtlichen Fluglärm bringen wird. Im Zuge dieser Klage ergab jetzt die Akteneinsicht, dass Ratinger Bürger aus den Stadtteilen Hösel, Lintorf und Tiefenbroich (alphabetisch geordnet) vom Verkehrs-ministerium um den ihnen zustehenden Schutz vor nächtlichem Fluglärm betrogen wurden:

Die Karte aus der Genehmigung (Karte 6) weist ein „erweitertes Nachtschutzgebiet“ von 50 dB (A) nachts“ aus, das bis an den Rand von Lintorf und Hösel reicht. In der Gerichtsakte findet sich auf S.624 hingegen eine Karte, die dieses erweiterte Nachtschutzgebiet „50 dB(A) 22-1 Uhr“ definiert. Dieses Schutzgebiet umfasst wesentlich größere Teile Ratingens.

„Dem Flughafen waren wohl die Lärmschutz-Erstattungen bis dorthin zu teuer, also wurde  der „Dauerschallpegel“, eine künstliche Größe, auf die ganze Nacht umgerechnet statt ihn auf die relevanten drei Stunden von 22 bis 1 Uhr zu berechnen.“ sagt Christoph Lange, der 1. Vorsitzende der BÜRGER GEGEN FLUGLÄRM. „Natürlich fliegen (leider) auch Flugzeuge zwischen 1:00 und 6:00 Uhr, v.a. die „ausnahmsweise verspäteten Landungen“ der LTU morgens um 5:00 Uhr, diese extrem störenden Fluglärmereignisse gehen aber in den Mittelungen über fünf Stunden (1-6 Uhr) unter. Zudem hat der Flughafen in seinem sog. „Datenerfassungssystem“ (DES) die Zahl dieser Flüge zwischen 1 und 6 Uhr „äußerst vorsorglich“ nach oben gerechnet, in Wahrheit geht es darum, die Lärmschutzzonen kleiner zu rechnen als es der Wirklichkeit und der Belastung der Betroffenen entspricht.

In Hösel errechnet der Flughafen-Gutachter für 131.000 Flugbewegungen (in 6 Monaten)
durchschnittlich 0,2 Überschreitungen des Pegels 65 dB(A) in der Durchschnittsnacht. Die Lärmmessberichte des Flughafens selbst weisen über die letzten drei Jahre jedoch schon bei 103.000 Flugbewegungen durchschnittlich 13,2 Überschreitungen dieser Schwelle 65 dB auf. Krasser als um das 66-fache kann eine Fehlberechnung nicht sein. Eine mögliche Ursache: die vom Flughafen über das DES gesteuerte Verteilung über die ganze Nacht, solange, „bis es für den Flughafen möglichst billig wird“. Zudem wurde überhaupt nicht geprüft, ob der Flughafen genügend Geld hat, die bisherige, schleppende Antragsbearbeitung (mehr als die Hälfte aus 2003 unerledigt, s. Gen. S.167) spricht dafür.

Erschreckend ist, dass die Genehmigungsbehörde die offenkundigen Widersprüche zwischen den Lärmberechnungen und der bereits jetzt gemessenen Lärmbelastung nicht einmal erkannt geschweige denn untersucht hat. Somit wurden die Betroffenen um den ihnen zustehenden Lärmschutz betrogen. Dagegen und v.a. gegen den NACHTFLUGLÄRM protestieren die BÜRGER GEGEN FLUGLÄRM mit einem angemeldeten Demonstrationszug am Samstag, den 13. Mai von 11-13 Uhr im Zentrum von Meerbusch-Büderich. ALLE Betroffenen sind herzlich eingeladen, deutlich zu machen, dass sie sich nicht alles gefallen lassen.

Informationen gibt es unter : www.BuergergegenFluglaerm.de


Lärmzonen Übersicht: