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Bürger gegen Fluglärm zur anstehenden Novellierung des Fluglärmgesetzes
Bürger gegen Fluglärm zur anstehenden Novellierung des Fluglärmgesetzes Die Bürger gegen Fluglärm begrüßen die Stellungnahme des Umweltbundesamtes zur Novellierung des Fluglärmgesetzes ausdrücklich.
 
 
 
 
 



Bürger gegen Fluglärm zur anstehenden Novellierung des Fluglärmgesetzes

die Bürger gegen Fluglärm begrüßen die iStellungnahme des Umweltbundesamtes zur Novellierung des Fluglärmgesetzes ausdrücklich. In diesem Bericht heißt es in der Zusammenfassung auf S.11 unter anderem:

„Um das bisherige Lärmschutzniveau beizubehalten, empfiehlt das UBA unter Berücksichti-gung der aktuellen Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung gleichzeitig die Schutzzonen-Grenzwerte um 2 dB(A) abzusenken.“

Dies bedeutet, dass sich Nachtflüge nicht mehr lohnen, weil der Flughafen für den passiven Schallschutz so viel Geld ausgeben muss, dass die Gebühren für Nachtflüge stark steigen. Damit wird der Flughafen DUS für die reinen Billigflieger unattraktiver. Diese verärgern mit eingeplanten Verspätungen, Billiglöhnen und Umweltdumping Passagiere und Anwohner.

Die Bürger gegen Fluglärm fordern aber nicht nur eine Senkung des Grenzwertes für den nicht hörbaren, berechneten Dauerschallpegel, sondern auch eine Absenkung der Grenzwerte für Einzelschallereignisse in der Nacht. So müsste eine neu zu bildende sog. „umhüllende Kurve“ für 8 x 69 dB(A) und 13 x 65 dB(A) L(max) die Anwohner schützen.

Das Umweltbundesamt geht jedoch noch weiter und fordert mit Blick auf den §29b des Luft-Verkehrsgesetzes („auf die Nachtruhe der Bevölkerung ist in besonderem Maße Rücksicht zu nehmen“) ganz deutlich :

„..sollte.. während der Nachtzeit von 22:00 bis 6:00 Uhr aus Gründen des präventiven Gesundheitsschutzes kein regulärer Flugbetrieb auf stadtnahen Flughäfen stattfinden.“

Da der Flughafen Düsseldorf unzweifelhaft zu diesen „stadtnahen Flughäfen“ gehört, derzeit aber die Regularien für den Nachtflug weit laxer sind als am viel größeren Flughafen Frank-furt, der zudem anders als DUS noch reine Frachtflüge abwickelt, ist die Landesregierung in der Pflicht, endlich die Hunderttausende von Anwohnern zu schützen. Angesichts der Jahr für Jahr steigenden Zahlen der Nachtflüge ist dies mehr als überfällig.

Das UBA resümiert: „Dabei müssen alle Möglichkeiten zur Fluglärmminderung soweit wie möglich ausgeschöpft werden.“

Die Bürger gegen Fluglärm fordern schon seit Jahren, endlich eine dauerhafte Nachtruhe von 22 bis 6, am Wochenende bis 7 Uhr, am Flughafen DUS einzuführen.

Dazu Christoph Lange: „Warum sollte auch nicht einfach jede Airline, die nach 22 Uhr fliegen will, die Luftaufsicht um eine Ausnahmegenehmigung bitten müssen? Dann sind wirkliche Notfälle abgedeckt, und jeder hat für Ausnahmen Verständnis, wenn das Ganze transparent abläuft. Es ist erschreckend, dass die Regeln in Frankfurt strenger sind als hier, obwohl hier viel mehr Menschen, und dies auch noch mit weit höheren Lärmpegeln, betroffen sind. Es ist doch ein Unding, dass Kinder in Essen, Ratingen, Düsseldorf-Nord, Büderich und Kaarst erst um Mitternacht einschlafen können, um am nächsten Morgen um Punkt 6:00 Uhr wieder geweckt zu werden. Gesund und entwicklungsfördernd kann dies nicht sein. Und wenn man dann noch bedenkt, dass es sich ja nicht um wichtige Business- oder Interkontinentalflüge handelt, sondern es nur darum geht, dass ein mit Touristen aus ganz Deutschland vollgestopfter Warmwasserflieger eine noch längere Runde fliegen kann, dann wird dieser ruinöse Wettbewerb zu Lasten der Gesundheit der Anwohner ausgetragen.“
 


Den vollständigen Bericht erhalten Sie unter:
http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/fluglaermbericht-2017-des-umweltbundesamtes


DruckenDrucken | 21.08.2017, 14:00:00 | lehe







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