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Flughafen Düsseldorf: Was ess’ ich, wenn ich satt bin?
Flughafen Düsseldorf: Was ess’ ich, wenn ich satt bin? Der Teller ist noch mehr als voll, der Gürtel kneift schon seit Längerem, aber der Flughafen Düsseldorf will immer noch mehr. Mit diesem kurzen Resümee kann man die Ergebnisse der jüngsten Auswertung der BÜRGER GEGEN FLUGLÄRM für den Monat Juli 2017 auf den Punkt bringen.
 
 
 
 



Flughafen Düsseldorf: Was ess’ ich, wenn ich satt bin?

Der Teller ist noch mehr als voll, der Gürtel kneift schon seit Längerem, aber der Flughafen Düsseldorf will immer noch mehr. Mit diesem kurzen Resümee kann man die Ergebnisse der jüngsten Auswertung der BÜRGER GEGEN FLUGLÄRM für den Monat Juli 2017 auf den Punkt bringen.

Dabei stehen nach der Analyse von Georg Regniet aus Essen, der die BgF-Datenbank führt und auswertet, folgende nachprüfbaren Fakten im Raum:

-    Im Juli wurden rd. 20.000 Flugbewegungen (Starts und Landungen, nur Linien- und Charterflüge) gezählt, das ist die höchste je erreichte Anzahl und +2,9 % mehr als im Vorjahresmonat.

-    Obwohl in der Zeit nach 23 Uhr eigentlich Ruhe herrschen sollte und nur ausnahmsweise verspätete Landungen stattfinden dürfen, wurden im Juli 375 Landungen und 4 Starts gezählt. Dieser Wert ist der zweithöchste jemals erreichte Monatswert. 10 Landungen fanden sogar zwischen 0 und 6 Uhr statt.

-    Seit Inkrafttreten des Sommerflugplans gab es keine einzige Nacht, in der alle Starts (bis 22 Uhr) und Landungen (bis 23 Uhr) regulär abgewickelt wurden. Entsprechendes gilt auch für den Juli.

-    Auch die Verspätungen über alle Flüge erreichten „Spitzenwerte“: Die Starts erfolgten zu 76 % mindestens 15 Minuten nach der Planzeit, und bei Landungen waren es knapp 30 %.

-    Unter den verspäteten Flügen nach 22 bzw. 23 Uhr fallen immer wieder die gleichen auf, bei den Starts z.B. die Emirates (EK 058) mit dem Airbus A380 nach Dubai, bei den Landungen z.B. die Eurowings (EW 9821) aus Mailand und die Air Berlin (AB 8527) aus Salzburg. Letztere hat regelmäßig nicht realisierbare Umläufe mit viel zu kurzen Umladezeiten und muss daher zwangsläufig zu spät kommen.

Den Bürgerinnen und Bürgern im stark fluglärmbelasteten Umland des Flughafens Düsseldorf werden die extrem gestiegenen Nachtstarts und -landungen aber stets als außerordentliche Ereignisse „verkauft“, die lediglich ausnahmsweise aufgetreten sind. Das erkennt man auch an den „Gründen“, die von der Bezirksregierung für die behördliche Genehmigung solcher Nachtflüge angeführt werden. Auf die von den BÜRGERN GEGEN FLUGLÄRM vorgelegten Fakten (siehe oben), wird hingegen nicht reagiert, weder vom Flughafen noch von der Politik oder gar vom Verkehrsministerium. Man sitzt offensichtlich die Probleme lieber aus, so wie bei der unheiligen Allianz zwischen Automobilindustrie und Bundesverkehrsministerium.

Dazu Christoph Lange, 1. Vorsitzender der BgF: „Die Presseberichte der letzten Tage über regelmäßige Verspätungen, gestrandete Passagiere sowie verloren gegangene oder umherstehende Gepäckstücke zeigen, dass der Flughafen technisch und organisatorisch noch nicht mal die aktuell möglichen Kapazitäten von 45 Flugbewegungen pro Stunde bewältigen kann. Trotzdem will er 60 pro Stunde haben.“

Die Aufsichts- und Genehmigungsbehörden sollten endlich einmal Klartext mit dem Nimmersatt reden, statt beharrlich wegzuschauen.



DruckenDrucken | 12.08.2017, 10:27:00 | lehe







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