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Kommunikations-Chaos am Flughafen Düsseldorf?
Kommunikations-Chaos am Flughafen Düsseldorf? Es ist der 14. Mai gegen 23:35 Uhr. Laut dröhnend überfliegt eine Propellermaschine Essen-Kettwig, offensichtlich im Landeanflug auf den Flughafen Düsseldorf.
 
 
 
 
 

 
 



Kommunikations-Chaos am Flughafen Düsseldorf?

Es ist der 14. Mai gegen 23:35 Uhr. Laut dröhnend überfliegt eine Propellermaschine Essen-Kettwig, offensichtlich im Landeanflug auf den Flughafen Düsseldorf. Da für Propellermaschinen die sogenannte „Homebase-Carrier“-Regelung nicht gilt, darf sie nur mit einer Ausnahmegenemigung der Luftaufsicht noch landen. Eine Recherche zeigt später, dass es um diese Uhrzeit jedoch gar keine Landung mehr gegeben hat. Flugspuren bei flightradar24.com zeigen den Landeanflug, kurz vor dem Aufsetzen dreht die Maschine aber ab und landet in Münster/Osnabrück.

Eine Anfrage bei der Deutschen Flugsicherung bestätigt den Landeanflug: „Der AirBerlin Flug BER 6785 von Nürnberg nach Düsseldorf war zu spät für eine Landung in Düsseldorf ohne Ausnahmegenehmigung. Die beantragte Ausnahmegenehmigung wurde verweigert, so dass der Flug zum Flughafen nach Münster/Osnabrück umgeleitet wurde.“

Eine weitere Anfrage bei der Luftaufsicht, ob denn die Ausnahmegenehmigung so kurzfristig gestellt und abgelehnt wurde, ergibt: Es wurde gar keine Ausnahmegenehmigung beantragt.

Georg Regniet, der für die Bürger gegen Fluglärm die Nachtflüge besonders beobachtet, schüttelt mit dem Kopf: „Ist dem Piloten wirklich so kurzfristig eingefallen, dass er gar nicht landen darf? Dabei ist es eigentlich sogar unerheblich, ob nun tatsächlich eine Ausnahmegenehigung beantragt und abgelehnt oder überhaupt nicht gestellt wurde. Einen Landeanflug zu beginnen, ohne eine Landegenehmigung zu haben, ist pure Rücksichtslosigkeit. Die Nachtruhe tausender Anwohner wurde wieder einmal völlig unnötig mit den Füßen getreten, auch wenn formal kein Vergehen der Nachtflugbestimmungen vorliegt.“



DruckenDrucken | 16.06.2017, 18:07:00 | lehe